Samhain - Das Fest, das nicht stattfand
Was passiert, wenn Menschen zwischen 18 und 85 Jahren sich auf ein Fest freuen – und dann feststellen, dass ausser einem leeren Raum nichts geboten wird?
In meinem Buch ergeben sich daraus erstaunliche Begegnungen, tiefgründige Gespräche über Leben und Sterben, Loslassen und Bleiben.
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Kommentare und Buchbesprechungen zu "Samhain"
ein wunderbares tiefgründiges buchc hast du geschrieben, liebe lovey! weiss gar nicht, wie oft mir die tränen die wangen runter tropften... eine wunderbare kombination von lebensgeschichten, loslassen und neubeginn! gratuliere dir zu dieser tollen inspiration und umsetzung! ich werde das buch sehr sehr gerne weiter empfehlen! und ich warte auf die nächsten geschichten!
herzlich
anita w.
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Im Stadtanzeiger erscheint ein wunderliches Inserat: Einladung zum Samhain dem keltischen Neujahr. Alles kann, nichts muss in dieser Nacht passieren. Versprochen wird, dass die Gäste den Toten näher sein werden als sonst. Besucher sollen ihr Handeln in einem grösseren Zusammenhang sehen können - unter der Leitung der Ahnen.
In der absolut leeren aber wenigstens geheizten Lagerhalle finden sich nach und nach kuriose Leute ein. Hanna, die alle unsichtbaren Fäden in den Händen hält. Xenia alias Sonja, ihre scheue Seelenverwandte. Milo im Rollstuhl. Der wütend-trauernde Hago. Pia, die mit einem fremden Herz lebt. Simon der Bestatter. Und der liebevolle Dimitri sorgt mit seinen griechischen Kochkünsten für mehr als nur für ein wohliges Gefühl im Magen.
Was in der kargen Halle beginnt, verknüpft sich in bewegenden Episoden zu einem gemeinsamen grossen Ganzen. Die Autorin wagt sich an heikle Themen, erzählt facettenreich von Organspende, Empfängern und den Hinterbliebenen des Spenders. Entlastet den (Über)Lebenden, der von seiner Partnerin Abschied nimmt, obwohl sie zum Schluss hauptsächlich eine grosse Last war. Das verlorene Kind in jedem von uns. Und mag manchem schlechten Gewissen die verdiente Seelenruhe geben.
Lovey Wymann schöpft aus ihrem grossen Schatz an keltischem und anderem spirituellem Können. Dank ihrem Einfühlungsvermögen und der Lebenserfahrung gelingt es ihr mühelos, überaus berührend zu schreiben. Eine Wissende, die das Leben kennt und es in Worte zu fassen vermag. Sanft übermittelt sie Botschaften wie die eigenen Talente und Fähigkeiten zu erkennen, anzunehmen, vielleicht gar anzuwenden und auf jeden Fall selber darüber zu entscheiden. Ihre Talente hat Lovey im Buch verwoben, spielt mit den Runen und bringt so ungewohnten Leseanreiz. Sprache, die verzaubert. Trotzdem: ein Lektorat hätte dem quasi im Eigenverlag produzierten Buch den letzten Schliff zum perfekten Diamanten gegeben.
Dieses Buch ist ein Geschenk an die verlorene, traurige, verletzte oder einsame Seele in jedem von uns. Ein Buch, bei dem man sich zwingen muss, es zeitweise wegzulegen. Weil es viel zu schnell gelesen wäre und damit weg das Gefühl, in einer wunderbaren Geschichte getragen zu werden. Auch wenn es einen sogar zum Weinen bringt. Irgendwo erkennt sich hier jede ein Stück weit.
Für mich steht fest: den nächsten Samhain werde ich ebenfalls feiern.
Anita Schuler -Di Bartolo